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über die Firma Apple

aus der Sicht eines Users bis zum Intel-Zeitalter

Auch 2004 macht Apple munter weiter. Es ist das Jahr des 20. Geburtstages des Macintosh. Die Mac-Gemeinde wartet auf einen 20. Anniversary Mac. Was wird Apple bringen? Werden sie das Jubiläum angemessen feiern? Die Fans sind gespannt, man erwartet viel.

Das Apple-Jahr 2004 beginnt wie immer mit der MacWorld in San Fransisco. Am 6. Januar ist es soweit: Die Apple-Welt wartet gespannt, was Steve Jobs während seiner Keynote so alles hervorzaubert. Die erste Neuvorstellung ist Final Cut Express, eine kostengünstige, abgespeckte Ausgabe des Profi-Videoschnitt-Programms Final Cut Pro. Dann gibt es ein Update für iLife, mit durchaus schon beeindruckenden Updates für iPhoto, iMovie und iDVD. Und dann bekommt das Paket noch eine neue Komponente: GarageBand. Wenn man die Reaktionen nach der Keynote verfolgt, scheint sich GarageBand als das Highlight der Veranstaltung herauszustellen. Da kommen auch die xServe G5 nicht gegenan, erstaunlich aber wahr. Die Zuschauer, die weltweit den Live-Stream verfolgen sind gespannt auf das „One more thing“. Eigentlich fehlt ja noch der Geburtstags-Macintosh. Aber auf den wartet man vergeblich. Dafür gibt es den iPod mini. Der kleine, farbige iPod begeistert, der Preis entsetzt. In Europa ist der Zwerg ohnehin erst ab Juli erhältlich.

Bereits am 09.01. kündigen Apple und Hewlett Packard eine strategische Allianz an. HP wird in Zukunft seine Consumer PCs und Notebooks mit vorinstalliertem iTunes ausliefern. Außerdem wird es einen HP iPod geben, der im Herbst dann auch tatsächlich verfügbar ist.

Der Januar hat es in sich. Auch die Quartalszahlen sind erfreulich. Apple steigert den Umsatz um 36 Prozent und macht einen Nettogewinn von 63 Millionen Dollar. Auch die weiteren Quartalsergebnisse können sich 2004 sehen lassen. Im April gab Apple z.B. für das zweite Quartalsjahr bekannt 807.000 iPods verkauft zu haben und das sind 909% mehr als im vorigen Quartal.

Im Rahmen der NAMM-Show vergibt Apple für die Emagic Produkte neue Namen. Ab sofort heißt es Logic Pro und Logic Express, ganz nach Final Cut Vorbild. Natürlich beinhaltet der neue Name auch ein Update auf Version 6. Ende Januar gibt es das iPod Akku-Austausch-Programm auch in Europa, was nur bedingt etwas am Frust der Anwender ändert.

Am 24. Januar wird überall der 20. Geburtstag des Macintosh gefeiert.

Nur einer feiert nicht mit: Apple. Selbst PC-Zeitschriften und Fernsehsender, die im Allgemeinen nicht sonderlich Apple-fixiert sind, bringen Berichte. Aber für die enttäsuchten Anwender gibt es immer noch keinen Geburtstags-Mac und Apple schweigt still. Noch einen Macintosh-Geburtstag gab es 2004: Der erste PowerMac wurde am 14.03.1994 vorgestellt. Der PPC-Prozessor war das Ergebnis einer Kooperation von Apple, Motorola und IBM.

Dieses Jahr wird auch munter gegen Apple geklagt. Zum Einen verklagt das britische Musiklabel Apple den amerikanischen Computerhersteller Apple mal wieder. Grund für diese Klage ist unter anderem auch der iTunes Music Store. 1991 einigte man sich darauf, dass Apple (der Hardwarehersteller) nicht auf dem Musikmarkt tätig wird. Apple (das Musiklabel) sieht diese Einigung durch den iTunes Music Store verletzt. Außerdem verklagen der amerikanische Rapper Eminem und seine Produktionsfirma 8 Mile Stile Apple wegen unerlaubten Verwendens eines Titels in einem iTunes-Werbespot.

Zum 1. Juni gibt es an Apples Finanzspitze einen Wechsel. Fred Anderson geht –Peter Oppenheimer kommt.

Neue Produkte gibt es auch weiterhin. Auf der NAB in Las Vegas stellt Apple XSAN und Motion vor. Im Juni gibt es Airport Express und Airtunes. Und dann gibt es noch schnellere G5 PowerMacs, jetzt alle mit Daul-Prozessor. Den größten davon mit Flüssigkühlung. Am 15. Juni wird dann bei einem Music Event in London der iTunes Music Store für Deutschland, Großbritannien und Frankreich eröffnet (weitere Länder folgen im Oktober). Er wird auch in Europa ein voller Erfolg. Während der WWDC am 28. Juni stellt Steve Jobs neue Displays vor. Ganz aus Alu und bis zu 30" groß.

Auch die Produkt-Aufwertungen tröpfeln munter vor sich hin: Im April sind die eMacs dran, dicht gefolgt von den PowerBooks. Die natürlich immer noch nicht den G5 Prozessor bekommen. Am gleichen Tag werden auch die iBooks auf den neuesten Stand gebracht und die AirPort Basisstation mit Power Over Ethernet und UL2043 ausgestattet.

Im Juli macht Apple einen sehr ungewöhnlichen Schritt: Es werden neue iMacs für September angekündigt. Das war noch nie da, eine Produkt-Vorankündigung. Was auch immer da passiert sein mag, Apple gibt offen zu, dass die "alten" iMacs nicht mehr verfügbar sind und das es anscheinend Probleme bei der Produktion der komplett neuen iMac-Familie gegeben hat. Die neuen iMacs spalten dann wieder die Gemüter. Der Computer ist im Bildschirm integriert, die einen finden es super, die anderen haben wie immer was zu nörgeln.

Anfang August schockt eine Meldung ganz anderer Art die Apple-Fans. Steve Jobs hat sich einer Krebs-Operation unterzogen. Glücklicherweise handelte es sich wohl um eine heilbare Form von Bauchspeicheldrüsenkrebs, Apples CEO gönnt sich eine Pause und kehrt im September wieder ins Geschäft zurück. Phil Schiller hält daraufhin die Keynote zur Apple Expo in Paris und stellt dort den oben erwähnten neuen iMac vor. Sonst aber auch nichts.

Am 19. Oktober gibt es wieder schnellere iBooks, sowie einen Einsteiger PowerMac G5 mit 1,8 GHz Prozessor.

Dann gibt es im Laufe des Jahres die vierte Generation der iPods ausgestattet mit dem ClickWheel der iPod minis. Im Oktober schließlich wird die ganze iPod Familie erweitert, zu den iPods 4G und den iPod minis gibt es jetzt noch den iPod photo, natürlich zum Fotos angucken. Auch gibt es einen U2-Special Edition iPod, der zusammen mit dem iPod photo am 26. Oktober bei einem Music-Event von Steve Jobs und U2 vorgestellt wird.

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