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klassisches OS Mac OS X v10.2 Mac OS X v10.3 Unterschiede OS9 /OS X

 

Mac OS X v10.2 Jaguar

 

Die auf den ersten Blick auffälligste Änderung vom klassischen Mac Betriebssystem zu OS X (sprich: Ten oder auch Zehn) ist die "Aqua" genannte Oberfläche. Wobei auch die Bezeichnung "Sweets" (im Sinne von Bonbons) irgendwie treffend wäre. Ganz klar, dass so ein Design die unterschiedlichsten Meinungen hervorruft...

Aber natürlich ist Aqua nicht die entscheidende Veränderung, die liegt eindeutig im UNIX-basierten Unterbau des komplett neuen Systems.

 

OS X verbindet viele liebgewordene Vorzüge des alten Apple-Betriebssystems mit den Stärken eines UNIX-Systems. UNIX an sich erfordert viel Fachkenntnis vom Anwender, was natürlich im absoluten Gegensatz zur Philosophie von Apple steht, es dem User so einfach wie möglich zu machen. Somit hat Mac OS X die Benutzerfreundlichkeit des klassischen Mac OS bekommen, bietet aber die Stabilität von UNIX.

Liest man etwas über Mac OS X wird man mit den diversesten Begriffen konfrontiert, die auch für langjährige Mac-Anwender äußerst ungewohnt sind. Wir wollen hier einen kurzen Überblick über die wichtigsten Neuerungen geben.

Der Aufbau von Mac OS X

Der UNIX-basierte Unterbau des Systems wird Darwin genannt. Dieser Kern ist als Open Source ausgelegt. Oben sieht man, wie der Aufbau des neuen Systems standardmäßig dargestellt wird. Über der Darwin Schicht liegt die Media Schicht für Monitore und Ton. Dann folgt die Entwickler oder Frameworks-Schicht, auf der schließlich die Oberfläche Aqua sitzt, die der Benutzer täglich zu Gesicht bekommt. Wer mehr über den Aufbau von OS X wissen will, findet eine genaue Erklärung bei Apple. Selbstverständlich kommunizieren die einzelnen Schichten miteinander und sind nicht starr aufgebaut.

Aqua

Die grafische Benutzeroberfläche des Mac OS X. Sie sieht doch sehr verspielt aus und kann mit ihren durchsichtigen Menüleisten und dem vielen runden, blauen und bonbonartigen Buttons auf die Dauer schon ein wenig nerven. Auf jeden Fall wird mit der neuen Optik klar, dass es sich hier um ein ganz neues System handelt. Die Intuitivität hat sich aber im Vergleich zum alten System nicht geändert, auch wenn einige Umgewöhnung erforderlich ist. Wir wechseln inzwischen munter zwischen den Systemen und haben keine Probleme mehr. Gewöhnung ist eben doch alles.

Classic

Classic ist die Kompatibilitätsumgebung, die es ermöglicht in Mac OS X das klassische Mac OS 9.2 zu starten, um weiterhin die meisten 'alten' Programme zu benutzen. Dieses findet in einem eigenen Speicherbereich statt, in welchem ein komplettes 9er System gestartet wird.

Das System und die Programme profitieren jedoch nicht von den UNIX-Neuerungen in Mac OS X. Da passiert es schon mal, dass ein Classic-Programm abstürzt und mit ihm die gesamte Classic-Umgebung. Das OS X bleibt von dem Absturz jedoch unberührt. Manche OS 9 Programme weigern sich übrigens in der Classic-Umgebung zu arbeiten, sie müssen direkt OS 9 als Startvolume haben.

Cocoa

Cocoa ist eine Programmumgebung die aus NeXTStep entstand. Die Programmierer arbeiten hier mit Objective-C oder auch Java. In Cocoa laufen die Programme, die ausschliesslich für Mac OS X geschrieben wurden und damit auch voll und ganz von den Vorteilen vom Mac OS X profitieren.

Carbon

Bei Carbon handelt es sich um eine für OS X angepaßte Version der Mac OS-Programmumgebung. Hier laufen die sog. "carbonisierten" Programme, die von den Entwicklern vom ursprünglichen OS an OS X angepaßt wurden. Carbon-Programme laufen sowohl im klassischen System ab OS 8.6, als auch unter OS X. Voraussetzung dafür ist, daß im "alten" System die Systemerweiterung "CarbonLib" installiert ist.

Dock

Beim Dock handelt es sich um eine der umstrittensten Neuerungen in der Benutzeroberfläche. Irgendwie ist es gleichzeitig ein Ersatz für das liebgewonnene Apple-Menü, die Kontrollleiste und den Klickstarter. Hier legt man Programme und Dokumente ab, auf die man ständig Zugriff haben möchte. Auch den Papierkorb (über dessen neues Erscheinungsbild man unterschiedlicher Meinung sein kann) findet man jetzt nicht mehr direkt auf dem Schreibtisch, sondern eben im Dock.

Letztendlich ist das Dock, spätestens seitdem man in den Systemeinstellungen die Animation ausschalten kann, ein sehr komfortables Hilfsmittel im täglichen Umgang mit dem Mac.

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