Pro Tools Free Tutorial (OS 9)

 

ProTools Free AudioTracks
Das Mix Window
Stereo-Spuren basteln
Aufnahme
Audio importieren
Marker setzen
vor dem Öffnen Fades (Blenden) erstellen
wichtige Begriffe Lautstärke anpassen
neue Session erstellen Klangbearbeitung im Track
AudioTracks erstellen Effekte einfügen
Edit Modes Masterfader
Edit Funktionen Bounce to Disc (zusammenmischen)

 

Masterfader

Manchmal macht es Sinn, dem virtuellen Mixer in Pro Tools noch einen Masterfader, also Summenregler, hinzuzufügen. Zum Beispiel dann, wenn man (wie heute häufig üblich) seinem Musikmix noch den letzten Schliff verpassen will und einen Summencompressor einfügen möchte. Den Master-Track erstellt man wieder über das File Menü und "New Track". Hier kann man auch Master Fader auswählen. Der gilt dann automatisch als Endpunkt in der Kette und alle einzelnen Tracks werden hier nochmal mit bearbeitet.

Master Compressor

 

Bounce to Disk

Pro Tools kann vieles, aber eines nicht: Den erstellten Mix direkt auf CD brennen. Oder einfach so ein Audio File daraus machen. Dafür gibt es dann die Funktion "Bounce to Disk"

Um auch wirklich alles gewünschte bouncen zu können, ist ein wenig Vorarbeit nötig.

Als erstes kontrolliert man, ob die Tracks, von denen man bouncen möchte auch wirklich alle auf den gleichen Output gehen. Bei Pro Tools Free ist das nicht weiter schwierig, bei Voll-Versionen kann man da schon mal in die Falle laufen. Am sichersten ist hier das Erstellen eines Summenreglers. Denn bouncen kann man nur über einen Stereo-Output.

Dann markiert man sich das gesamte Material, welches man bouncen möchte. Achtung, keinen Schnipsel vergessen, auch nicht die 2 Sekunden auf Track 10, die man nicht mehr im Blick hat...

Markiert man nichts, bounced Pro Tools alles, auch wenn man erst nach 10 Sekunden überhaupt mit seinem Mix angefangen hat.

Bounce to disc Menü

Auch wenn der Playhead sich 1 Minute hinter dem Audiomaterial befindet. Dann hat man halt am Anfang 10 Sekunden bzw. am Ende 1 Minute Stille. Vielleicht nicht das Ideale zum Brennen einer CD.

Im File Menü findet man schließlich "Bounce to Disk".

Hier sind im Hinblick auf die Erstellung einer CD (für die man dann externe Programme wie z.B. Toast oder Jam benötigt) einige Einstellungen zu treffen.

Bounce to disc Fenster

Als erstes muß am Ende natürlich ein Audio Format herauskommen, mit dem CD Player auch umgehen können. Toast weigert sich von vornherein, mit den Left- und Right- Files von Pro Tools zu arbeiten. Also "stereo" auswählen.

Weiterhin in den Settings unbedingt auf 16 Bit, Stereo Interleaved und 44100 auswählen. Alles andere ist nicht CD-kompatibel. Welches Audio-Format und welche Qualität bleibt dem eigenen Geschmack und den eigenen Ansürchen überlassen. Da Pro Tools selbst nicht mit Stereo Files arbeitet, muß das Audio am Ende noch konvertiert werden. Also: "Convert After Bounce" nicht vergessen.

Nach einem Klick auf "Bounce" muß man noch den richtigen Ordner für das enstandene Audio auswählen und fertig.

 

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Ende...

 

 

Klangbearbeitung im Track

Insert

Vorweg sei gesagt, daß wir an dieser Stelle keine Erklärungen zu den einzelnen Plug-Ins und ihrer Wirkungsweise geben wollen, weil das doch den Rahmen sprengt. Wer hierzu eine Hilfestellung benötigt, sollte sich unser Effekte-PDF herunterladen.

Um den Klang eines einzelnen Tracks zu bearbeiten schleift man den gewünschten Effekt (Equalizer, Compressor, Limiter...) direkt in den Kanalzug ein. Hall- und Delay-Effekte sollte man immer über einen separaten Aux-Weg einfügen. Dazu später mehr.

Die Plug-Ins ordnet man über das Mix-Window zu. Ganz oben (in der Standardeinstellung) befinden sich die Inserts. Hier wählt man durch Klicken auf den schwarzen Punkt das gewünschte Plug-In aus. In der Free-Version ist die Auswahl natürlich ein wenig beschränkt.

Läßt man die Maus über dem gewünschten Effekt los, öffnet sich das Plug-In-Fenster. Dort lassen sich dann die gewünschten Einstellungen treffen. Um zu hören, wie sich das Ändern der Regler auf den Klang auswirkt, gibt es einen relativ einfachen Weg:
Wechselt man wieder zum Edit-Fenster (zwei Monitore sind einfach was wunderbares...) bleibt das Plug-In Fenster im Vordergrund. Jetzt markiert man sich einen Teil des zu bearbeitenden Audio-Tracks, stellt diesen auf Solo und im Transport-Window die Wiedergabe auf Loop (Befehlstaste + Shift + L). Jetzt hört man durchgängig denselben Ausschnitt und kann munter am Effekt herumspielen.

Besonders für den Compressor gilt jedoch: Weniger ist manchmal mehr. Bei zu extremen Einstellungen beginnt der Compressor zu "pumpen" und das bereichert den Sound nicht gerade.

Effekte einfügen

Um einen Effekt wie Hall (leider bei Pro Tools Free nicht dabei) oder Delay einzufügen wählt man im File Menü zuerst einmal den Punkt "New Track" aus und setzt die Einstellung hier auf "Aux Input". Dann wird in der Track-Liste ein Auxiliary-Track eingefügt.

Da das Mix-Fenster in Pro Tools quasi ein komplettes Mischpult ist, kann man hier die Auxwege auch richtig zuweisen und belegen.

New Aux

Send

Hierfür wählt man als erstes im gewünschten Kanal unter "Sends" (die kleinen Karos unter den Inserts) einen Bus aus. Damit schickt man das Audio-Signal zusätzlich zum Output noch auf eine Art Schiene, die widerum von jedem anderen Kanal als Input abgegriffen werden kann.

Die Menge des Signals, welche über den Bus rausgeschickt werden soll, läßt sich mit der Einstellung "pre" unabhängig vom Fader unten einstellen. Mit "post" berechnet sich auch die Stellung des Hauptreglers im Track mit in die Menge des Signals zum Bus ein. Klingt kompliziert, sollte man einfach mal mit Extremwerten ausprobieren und genau zuhören, wo die Unterschiede liegen, wenn man das Volume ändert.

 

Wichtig ist bei gebastelten Stereo-Tracks, daß man auch im Bus Fenster den Pan ganz nach rechts bzw. links einstellt.
Aux Panorama

Als nächstes wählt man im zuvor erstellten Aux-Track als Input "Bus 1-2" aus.

Der Aux-Track (der übrigens automatisch ein Stereo-Kanal ist) erhält jetzt alle Signale die über den Bus 1-2 ankommen und schickt diese über Output wieder raus. Er ist ein ganz normaler Track, also Kanalzug im Mischpult. Hier kann man jetzt über die Inserts einen Effekt einsetzen und diesen in jedem anderen Kanal unterschiedlich nutzen.

Leider ist die von mit gewählte Bezeichnung "Hall" ziemlich unklug, da Pro Tools Free gar keinen Hall mit sich bringt. Den Aux Weg umzubennen in den jeweilig insertierten Effekt, macht durchaus Sinn, bastelt man einen Aux mit Hall und einen mit einem Delay.

 

Aux

 Mit dem eigenen Track kann man dann auch bestimmen, wieviel Effekt nachher in der Gesamtsumme vorhanden sein soll. Das wird, wenn man Effekte wie Hall oder Delay direkt in einen Track insertiert eher schwierig oder doch zumindest umständlich. Und ganz unmöglich, wenn das Plug-In keinen Regler für den Input hat. Außerdem spart es Rechenleistung, wenn der Effekt nur einmal berechnet werden muß, mal abgesehen von der Arbeit, die Einstellungen eines Plug-Ins zu kopieren und immer wieder einzufügen.

Außerdem kann man mit der Lösung Aux-Track auch eine unterschiedliche Menge an Lautstärke im jeweiligen Track zumischen. So läßt sich, sobald man in einem Kanal einen Bus ausgewählt hat, dieser auch mit einem Extra Volumegraph bearbeiten. Ganz nett, wenn der Effekt nur an bestimmten Stellen auftauchen soll.

Busgraph

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